Das Vaterunser....

 

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlösen uns von dem Bösen

 

Wir alle haben den Willen zum Guten in uns. Wenn da nicht die vielen kleinen und größeren Versuchungen wären, die uns anders handeln und reden lassen, als wir es uns eigentlich vorgenommen hatten: Sich für die gemobbte Kollegin stark machen? "Sie hat selber Schuld an der Situation. Soll sie doch schauen, wie sie klar kommt!" - "Meinem Bruder mitsamt Familie auf dem Weg in den Urlaub Quartier bei mir zu Hause bieten? Das ist mir viel zu lästig. Da sag ich besser, dass ich gar nicht zu Hause bin." - "Meiner Mutter am Telefon geduldig zuhören? Das nervt doch nur, da nehme ich besser erst gar nicht den Hörer ab, wenn ich ihre Nummer auf dem Display erkenne." Jede und jeder von uns kann da auf eine ganze Reihe von Versuchungen zurückblicken. "Erlöse uns von dem Bösen": Das Böse ist mitten unter uns. Auch Jesus hat es zu spüren bekommen, als er in der Wüste vom Teufel versucht wurde. Betend widersagte er den Verlockungen des Bösen. Und so lehrt uns diese Vaterunser-Bitte, dass wir nur den Versuchungen des täglichen Lebens, den Einflüsterungen des Bösen entkommen und sie entlarven können, wenn wir Gott inständig darum bitten.

 

Von Margret Nußbaum © katholisch.de (eingestellt am 25. September 2012)

 

Wenn Gott selbst der Versucher ist, wie wir im Vaterunser beten, wer hilft uns dann aus der Versuchung? Gott ist doch das Reine ohne Sünde und Makel, wie kann er uns Christen in Versuchung führen?

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